Springe zum Inhalt

Meine Arbeitsweise

Willkommen zu einem weiteren Eintrag für alle interessierten Leser,

Da ich euch in den vergangen Einträgen, meine Ansichten bezüglich der Wichtigkeit der Mathematik mitgeteilt habe, möchte ich heute über meine Arbeitsmethoden sprechen. Wie schon genannt bin ich in Oxford aufgewachsen und habe dort auch auf Lehramt studiert. Meine Fächer waren Mathematik und Englisch, zudem habe ich in meiner Freizeit deutsch gelernt da ich auswandern wollte. Als ich mich in der deutschen Sprache sicher gefühlt hatte, fing ich an die Auswanderung zu planen. In dem Alter von 28 Jahren reiste ich endlich nach Deutschland, zu dem Zeitpunkt hatte ich bereits 4 Jahre Erfahrung als Lehrer an einer weiterführenden Schule. Ich hatte natürlich bereits eine Stelle in Deutschland, genauer in Köln. Als ich in der Schule herumgeführt wurde, fielen mir einige Neuheiten auf. Wie zum Beispiel, dass jedes Klassenzimmer mit einem Tageslichtprojektor ausgestattet war. In England war dies damals nicht die Regel. Dadurch waren auch neue Arbeitsmethoden möglich, denn man konnte nun parallel mit der Tafel und dem Tageslichtprojektor arbeiten. Im Plenum zu arbeiten war immer etwas schwer meiner Meinung nach. Denn ich wollte nicht einfach nur das Wissen vortragen und erwarten dass die Schüler alles verstehen, sondern ich wollte die Schüler in den Unterricht integrieren und bei Laune halten. Ein Tageslichtprojektor war dafür eine sehr gute Gelegenheit, denn man konnte Lückentexte oder ähnliches gemeinsam bearbeiten und mögliche Erklärungen oder nähere Ausführungen an der Tafel vortragen. Für junge Leser, welche nicht mehr wissen, wie ein Tageslichtprojektor aussieht oder was das überhaupt ist, hier ein Video:"https://www.youtube.com/watch?v=UzLrexJrBr8" oder schaut einfach auf der Tageslichtprojektor.net Seite vorbei.

Köln war damals ein regelrechter Kulturschock für mich, denn die Stadt ist voller verschiedener und einzigartiger Menschen. Aus allen Konfessionsrichtungen trafen Menschen aufeinander, aber alle waren so locker und offen eingestellt. Dies faszinierte mich, denn so etwas war ich vom strengen Oxford nicht gewohnt. In meiner Heimat legt man sehr großen Wert auf Höflichkeit und gutes Benehmen. Zudem war der damals eigenartige Dialekt sehr schwer für mich. Ich dachte ich könnte ziemlich gut deutsch sprechen, zumindest das verstehen sollte kein Problem sein, dachte ich mir. Doch der kölsche Dialekt ist einzigartig und für Ausländer wie eine weitere Sprache! Inzwischen verstehe ich die Kölner ziemlich gut und spreche sogar den ein oder anderen kölschen Satz. Es war so aufregend in eine komplett neue und so große Stadt zu reisen. Anfangs waren die vielen neuen Eindrücke manchmal wirklich erdrückend. Doch die Stadt hat mir eine wichtige Lektion gelehrt, und zwar, dass man das Leben etwas ruhiger und gelassener angehen sollte. Man sollte leben und die Momente genießen, so etwas in der Art wie:"Et kütt wie et kütt". Heißt so viel wie "Es kommt wie es kommt", dieser wunderbare kölsche Satz brachte mir im Endeffekt Frieden. Denn durch diesen Satz entschied ich mich an einem wichtigen Punkt in meinem Leben in den Ruhestand zu gehen. Durch mein ausgeprägtes, rationales Denken, erkannte ich bereits früh wie wichtig es ist zu investieren. Dies tat ich bereits im jungen Alter und es brachte mir die finanzielle Unabhängigkeit. Im Alter von nur 30 Jahren war ich bereits finanziell Unabhängig und musste theoretisch nicht mehr arbeiten. Aber ich arbeitet noch eine Zeit lang weiterhin als engagierter Mathematiklehrer, ich erhoffte mir einige Schüler mit meiner Faszination anstecken zu können, sodass die Mathematik nicht zu verrufen dasteht.

Doch als die Diagnose, Arthrose bekam, wurde mir anders. Denn in dem Beruf hat man nun Mal nicht viel Bewegung und sitzt viel am Schreibtisch. Ich befand mich im Konflikt mit mir selber, denn zum Einen wollte ich meine Faszination Mathematik nicht aufgeben, aber zum Anderen wollte ich meine Gesundheit nicht weiter riskieren. Es hat einige Monate gedauert um einen Entschluss zu fassen, doch als er fest stand war es klar. Ich wollte meinen Beruf aufgeben und meiner Leidenschaft auf eigener Faust nachgehen. Dies war rückblickend die beste Entscheidung meines Lebens, denn ich lernte auf eine neue Art und Weise, was es heißt zu "leben". Viel mehr, das Leben zu genießen. Dazu möchte ich euch hier ein Buch empfehlen, der Autor, Dale Carnegie ist inzwischen zu einem meiner Lieblingsautoren geworden. Er hat noch einige weitere wertvolle Bücher geschrieben, erkundigt euch doch einfach Mal.

Bis Bald, Darryl

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.